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SES PAISSES
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| Ses Paisses, gehört zusammen mit Capocorb Vell zu den bekanntesten und meist besuchten talayotischen Fundorten auf Mallorca. Die Anlage, etwas außerhalb von Artà, ist ein recht gut erhaltenes Beispiel für einen Dorfkern mit zentralem Rundturm und einer noch fast intakten, 374 Meter langen, Umfassungsmauer. Man betritt das Gelände durch ein in die Mauer gebautes, noch heute eindrucksvolles Tor aus gigantischen Steinblöcken. |
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| Im inneren lebten während einer Periode von zwölfhundert, bis tausend vor Christus, ständig vermutlich etwas über 300 Menschen. Mit Beginn der Romanisierung Mallorcas wurde Ses Paises verlassen.
In den Wohnräumen fanden die Archäologen jede Menge Hausgerät in Form von Keramik und viele weitere Belege, mit denen sich der Zeitraum der Besiedlung von Ses Paisses klar bestimmen lies. Auch Gräber, wie das einer Feuerbestattung mit den Überesten eines Bronze-Helmes, wurden innerhalb der Dorfmauer gefunden. Zu den interessantesten Entdeckungen gehört aber sicherlich eine der Feuerstellen. Waren sie in den anderen Talayotes der Insel meist in der Mitte des Raumes, so fand man sie hier an die Wand verlegt, mit einem großen Topf zum aufbewahren der Glut. Dies ist ein Beispiel, wie sich bewährte Techniken über Jahrtausende erhalten können. Denn bis heute gibt es auf den alten rustikalen Fincas Mallorcas den sogenannten "Es Cendrer" eine offene Feuerstelle, bei der noch nicht verbrannte Holzreste unter einer Schicht Asche separat aufbewahrt werden, um das Feuer aus der Glut später wieder neu entfachen zu können. | Geöffnet:
April-Oktober 9.30-13.00 Uhr und 15.00-19.30 Uhr, Sonn- und feiertags geschlossen. November-März: 09-13 Uhr und 14-17 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags geschlossen. Es kostet Eintritt. |
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