SON CORRÓ
   
Das talayotische Heiligtum von Son Corró zählt zu den wichtigen Fundorten der mallorquinischen Vorgeschichte. Einst hatte die Anlage eine immense Größe und erstreckte sich weit über das heute angrenzenden Ackerland. Die wenigen, noch erhaltenen Säulen geben immer noch eine Eindruck, wie dieser Platz einst, auf die Menschen der Bronzezeit gewirkt haben muss.
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Im Jahre 1894 wurde hier ein sensationeller Fund gemacht. Es handelte sich um drei kleine, aus Bronze gegossene Stierköpfe. Die Arbeiten besitzen ein hohes Maß an Detailtreue und sind ein wunderbares Zeugnis der prähistorischen Handwerkskunst im Mittelmeerraum.

Für eine hohe Summe rang eine spanische Archäologie-Kommission dem Eigentümer Son Corrós die Erlaubnis ab, weitere Ausgrabungen auf seinem Land durchzuführen. Dabei kamen eine Reihe weiterer Fundstücke, wie Bronzen, Keramiken und Halsketten zutage. Die "Caps de Bou", die drei bronzenen Stierköpfe blieben der interessanteste Fund und gelten unter Archäologen als bedeutender Beleg für die Existenz eines talayotischen Stierkultes.

Leider ist der Zugang zu dem Gelände etwas erschwert. Es liegt zwar direkt neben der Straße, aber der Zutritt ist durch ein kleines Tor verschlossen. Das ist allerdings so niedrig, dass man kein Sportler sein muss, um darüber hinwegzusteigen. 

 
 Anfahrtsplan

 Google-Earth-Placemark 


Anfahrt:
Von der Landstraße zwischen Inca und Sineu biegen Sie bei km 7,1 nach Costíx ab. Den Ort durchqueren und weiter in Richtung Sencelles. Bei km 2,8 liegt das Gelände dann gut sichtbar auf der rechten Seite.